Hamburg – Gängeviertel

Warum hier?

2009 besetzten Künstlerinnen, Künstler und Aktivisten leerstehende Häuser im Hamburger Gängeviertel, um ihren Abriss zu verhindern. Doch mit dem Erfolg des Protests begann ein schwierigerer Teil der Geschichte: Aus dem Anspruch, einen Ort selbst zu gestalten, musste tatsächliche Verantwortung werden.

Initiative, Genossenschaft und Stadt mussten klären, wer welche Aufgaben übernehmen kann, wer entscheiden darf und unter welchen Bedingungen Gebäude genutzt und verwaltet werden können. 2015 wurde dafür eine neue vertragliche Regelung geschaffen.

Damit führt Hamburg zu einer Frage, die weit über das Gängeviertel hinausgeht:

Warum wird ein notwendiger Beitrag tatsächlich geleistet – und warum bleibt er manchmal aus, obwohl Menschen Verantwortung übernehmen wollen?

Im Gängeviertel können wir diesen Übergang besonders konkret untersuchen: Was verändert sich, wenn Rechte, Zuständigkeiten und Handlungsmöglichkeiten neu geregelt werden? Und was erklärt den tatsächlichen Vollzug – die neue Ordnung, verfügbare Mittel, der Baufortschritt oder etwas anderes?

Welcher Spur gehen wir nach?

Was muss zusammenkommen, damit aus dem Willen, Verantwortung zu übernehmen, tatsächliche Handlungsfähigkeit wird?

Kommen Sie mit?

Die Suche geht weiter. Im Newsletter begleiten Sie unsere nächsten Stationen und Gespräche – und erfahren, welche Antworten wir finden, welche sich als falsch erweisen und welche neuen Fragen daraus entstehen.

Mammutaufgaben begleiten